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Betrieblicher Sanitätsdienst · Ausbildung

Betriebssanitäter werden – Ablauf, Dauer, Voraussetzungen

Betriebssanitäter wird man in zwei aufeinander aufbauenden Stufen: Grundausbildung (63 Unterrichtseinheiten zzgl. Prüfung) und Aufbaulehrgang (32 Unterrichtseinheiten). Danach ist alle 3 Jahre eine Fortbildung über 16 Unterrichtseinheiten Pflicht. Grundlage ist der DGUV-Grundsatz 304-002. Die Ausbildung geht deutlich über den Erste-Hilfe-Kurs hinaus und befähigt zur erweiterten Versorgung im Betrieb.

Was ein Betriebssanitäter macht

Der Betriebssanitäter ist die Stufe über dem betrieblichen Ersthelfer. Er übernimmt die erweiterte Erstversorgung im Betrieb, verwaltet und desinfiziert das Sanitätsmaterial und dokumentiert Hilfeleistungen. Er überbrückt die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fachlich auf einem Niveau, das der Ersthelfer nicht abdeckt.

Ersthelfer und Betriebssanitäter ergänzen sich – der eine ersetzt den anderen nicht. Der Ersthelfer ist die Basis in jedem Betrieb, der Betriebssanitäter kommt hinzu, sobald Betriebsgröße oder Gefährdungslage es verlangen.

Die Ausbildung in Stufen

StufeUmfangTurnus
Grundausbildung63 UE zzgl. Prüfungeinmalig
Aufbaulehrgang32 UEeinmalig, im Anschluss an die Grundausbildung
Fortbildung16 UEalle 3 Jahre
Grundlage: DGUV-Grundsatz 304-002 „Kriterien für Aus- und Fortbildung im betrieblichen Sanitätsdienst".

Die volle Qualifikation als Betriebssanitäter erreichst du also über Grundausbildung und Aufbaulehrgang – zusammen 63 UE zzgl. Prüfung plus 32 UE. Beide Stufen sind Pflichtteil der Qualifikation.

Was du in der Ausbildung lernst

Die Ausbildung erweitert die Erste Hilfe deutlich. Schwerpunkte im Aufbaulehrgang sind unter anderem:

Voraussetzungen

Für die Grundausbildung zum Betriebssanitäter gelten zwei Eingangsvoraussetzungen:

Der anschließende Aufbaulehrgang setzt zusätzlich die abgeschlossene Grundausbildung voraus.

Wann ein Betrieb Betriebssanitäter braucht

Die Pflicht richtet sich nach der Zahl der anwesenden Versicherten:

Grundlage: § 27 DGUV Vorschrift 1.

Auch unterhalb dieser Schwellen setzen viele Betriebe freiwillig Betriebssanitäter ein, wenn die Gefährdungslage es nahelegt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Betriebssanitäter?

Die Grundausbildung umfasst 63 Unterrichtseinheiten zzgl. Prüfung, der anschließende Aufbaulehrgang 32 Unterrichtseinheiten. Beide Stufen zusammen bilden die vollständige Qualifikation.

Muss ich mich als Betriebssanitäter fortbilden?

Ja. Alle 3 Jahre ist eine Fortbildung über 16 Unterrichtseinheiten Pflicht, um die Qualifikation zu erhalten.

Was ist der Unterschied zum betrieblichen Ersthelfer?

Der Ersthelfer absolviert 9 Unterrichtseinheiten und leistet Erstversorgung bis zum Rettungsdienst. Der Betriebssanitäter ist mit 63 + 32 UE deutlich höher qualifiziert und übernimmt die erweiterte Versorgung, Materialverwaltung und Dokumentation.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Für die Grundausbildung brauchst du einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs und musst mindestens 18 Jahre alt sein. Der Aufbaulehrgang setzt zusätzlich die abgeschlossene Grundausbildung voraus.

Ab welcher Betriebsgröße ist ein Betriebssanitäter Pflicht?

Ab 1.500 anwesenden Versicherten, bei besonderen Gefahren ab 250, auf Baustellen ab 100 (§ 27 DGUV Vorschrift 1).

Bildet die Kurszeit GmbH Betriebssanitäter aus?

Ja. Die Kurszeit GmbH begleitet dich durch alle Stufen – Grundausbildung, Aufbaulehrgang und Fortbildung. Anfrage über info@kurszeit.de.

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Die Kurszeit GmbH führt dich durch Grundausbildung, Aufbaulehrgang und Fortbildung – als ermächtigte Stelle mit langjähriger Erfahrung.

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Johannes Wischerhoff Ausbilder von Lehrbeauftragten in Erster Hilfe seit 2003. Diplom-Sportlehrer (DSHS Köln), Master Personalentwicklung, Buchautor, Geschäftsführer der Kurszeit GmbH (seit 2004). Über 2.000 ausgebildete Erste-Hilfe-Trainer.