Wissen · Übersicht
Wissen: verlässliche Antworten für Betriebe und Ausbilder
Hier findest du verlässliche Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um betriebliche Ersthelfer, Erste Hilfe für Führerschein und Familie, Brandschutzhelfer, Betriebssanitätsdienst, Kommunikation und Sicherheit im Beruf, KRITIS-Pflichten, die Ausbilderlaufbahn sowie Gesundheit und Entspannung im Betrieb – bei Pflichtthemen immer mit Angabe der Rechtsgrundlage. Jede Antwort ist von Johannes Wischerhoff geprüft, der seit 2003 Lehrbeauftragte in Erster Hilfe ausbildet. So bekommst du in wenigen Minuten Klarheit, ohne dich durch Vorschriften wühlen zu müssen.
Erste Hilfe im Betrieb
-
Grundlagen
Gesetzliche PflichtIst ein Erste-Hilfe-Kurs für Betriebe Pflicht?
Ja — jeder Arbeitgeber muss betriebliche Ersthelfer ausbilden lassen (§ 10 ArbSchG, §§ 24–26 DGUV Vorschrift 1).
Antwort lesen › -
Ersthelferquote
Gesetzliche PflichtWie viele Ersthelfer muss ein Betrieb haben?
Ab 2 Anwesenden mindestens 1 Ersthelfer, ab 20 Anwesenden 5 % bzw. 10 % — je nach Betriebsart (§ 26 DGUV Vorschrift 1).
Antwort lesen › -
Sprache & Verständigung
Wie erfüllen wir die Ersthelfer-Pflicht, wenn Beschäftigte kaum Deutsch sprechen?
Eine ausdrückliche Sprachvorschrift gibt es nicht – fremdsprachige Kurse lässt die DGUV aber ausdrücklich zu. Wer die Ausbildung nicht versteht, erfüllt die Pflicht nur auf dem Papier.
Antwort lesen › -
Kosten
Wer zahlt die Ersthelfer-Ausbildung?
In der Regel die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse — Voraussetzung ist die Ausbildung bei einer ermächtigten Stelle.
Antwort lesen › -
Kosten
Was kostet ein Erste-Hilfe-Kurs für Unternehmen?
Die Lehrgangsgebühr trägt die BG/UK, wenn bei einer ermächtigten Stelle ausgebildet wird — bei offenen Kursen und Schulungen im Betrieb allerdings unterschiedlich.
Antwort lesen › -
Fristen
Gesetzliche PflichtWie oft muss die Erste-Hilfe-Ausbildung aufgefrischt werden?
Alle 2 Jahre — wird die Frist überschritten, zählt die Person nicht mehr als Ersthelfer, mit Haftungsrisiko für den Betrieb.
Antwort lesen › -
Anbieterwahl
Worauf kommt es bei der Wahl eines Ersthelfer-Anbieters an?
Fünf Qualitätskriterien: DGUV-Ermächtigung, Kostenträger-Abwicklung, Inhouse-Fähigkeit, Erfahrung und Betreuung.
Antwort lesen › -
Kita & Betreuung
Gesetzliche PflichtErste Hilfe in der Kita: Welche Pflichten hat die Einrichtung?
Für Kitas gilt eine strengere Regel als für normale Betriebe: ein Ersthelfer je Kindergruppe, nicht 5 oder 10 Prozent.
Antwort lesen ›
Erste Hilfe privat & unterwegs
-
Führerschein
Gesetzliche PflichtErste Hilfe für den Führerschein – ist der Kurs Pflicht?
Ja, für alle Führerscheinklassen — 9 UE nach § 19 FeV, ohne Ablaufdatum und zugleich gültig als betrieblicher Ersthelfer-Nachweis.
Antwort lesen › -
Kinder & Familie
Erste Hilfe am Kind – was Eltern wissen müssen
Kompaktkurs, 3,5 Stunden, für Eltern, Großeltern und Geschwister ab 13 Jahren — ohne Vorkenntnisse und ohne Prüfung.
Antwort lesen › -
Andere Sprachen
Erste-Hilfe-Kurs auf Englisch, Türkisch, Arabisch – und mit Gebärdenbegleitung (LBG)
9 UE nach DGUV Vorschrift 1 — auf Englisch, Arabisch, Türkisch und in lautsprachbegleitender Gebärdensprache, gültig für Betrieb und Führerschein.
Antwort lesen › -
Digitaler Nachweis
Digitale Erste-Hilfe-Bescheinigung für den Führerschein: Was die Behörde wirklich braucht
§ 19 FeV verlangt eine Bescheinigung, kein Papieroriginal. Am Schalter scheitert es meist nicht am Recht, sondern am Handydisplay.
Antwort lesen ›
Brandschutz im Betrieb
-
Brandschutzhelfer
Gesetzliche PflichtBrauchen wir Brandschutzhelfer im Betrieb — und wie viele?
Ja, Brandschutzhelfer sind Pflicht — Faustregel: mindestens 5 % der Beschäftigten (ASR A2.2, DGUV Information 205-023).
Antwort lesen › -
Unterweisung & Auffrischung
Gesetzliche PflichtBrandschutzunterweisung – jährliche Pflicht? Und wie oft auffrischen?
Die Unterweisung aller Beschäftigten ist mindestens jährlich Pflicht, Brandschutzhelfer frischen laut ASR A2.2 alle 2–5 Jahre auf.
Antwort lesen › -
Kosten
Wer zahlt die Brandschutzhelfer-Ausbildung, und was kostet sie?
Anders als bei Ersthelfern zahlt hier nicht die BG – der Betrieb trägt die Kosten selbst (§ 3 Abs. 3 ArbSchG). Marktüblich 80 bis 900 Euro, je nach Format.
Antwort lesen › -
Rolle & Pflicht
Was macht ein Brandschutzbeauftragter, und wann braucht ein Betrieb einen?
Er organisiert den Brandschutz im ganzen Betrieb – nicht zu verwechseln mit dem Brandschutzhelfer. Eine bundesweite Pflicht gibt es nicht, wohl aber fünf Wege, wie sie entsteht.
Antwort lesen ›
Betrieblicher Sanitätsdienst
-
Betriebssanitäter
Gesetzliche PflichtWann braucht ein Betrieb Betriebssanitäter?
Pflicht ab 1.500 anwesenden Versicherten, ab 250 bei besonderen Gefahren, auf Baustellen ab 100 Beschäftigten (§ 27 DGUV Vorschrift 1).
Antwort lesen › -
Ausbildung
Betriebssanitäter werden – Ablauf, Dauer, Voraussetzungen
Grundausbildung 63 UE zzgl. Prüfung, Aufbaulehrgang 32 UE, Fortbildung 16 UE alle 3 Jahre (DGUV-Grundsatz 304-002).
Antwort lesen › -
Kosten
Was kostet die Betriebssanitäter-Ausbildung, und wer trägt sie?
Anders als beim Ersthelfer zahlt hier keine Berufsgenossenschaft – der Arbeitgeber trägt Grund- und Aufbaulehrgang selbst, rund 930 bis 1.730 Euro pro Person.
Antwort lesen › -
Veranstaltungen
Sanitätsdienst für eine Veranstaltung: Wann ist er Pflicht, und wie plant man ihn?
Keine bundesweite Pflicht – in NRW ergibt sie sich aus der Versammlungsstättenverordnung oder aus einer Auflage der Genehmigungsbehörde. Bemessung, Qualifikation und Ablauf im Überblick.
Antwort lesen ›
Kommunikation & Sicherheit
-
Arbeitgeberpflicht
Muss ein Betrieb seine Mitarbeiter vor Gewalt am Arbeitsplatz schützen?
Ja, ab dem ersten Beschäftigten – doch eine pauschale Schulungspflicht gibt es nicht. Ob eine Deeskalationsschulung Pflicht wird, entscheidet die Gefährdungsbeurteilung.
Antwort lesen › -
Kosten (Pflege)
Deeskalation und Gewaltprävention in der Pflege: Wer zahlt die Schulung?
Eine gesetzliche Vollkostenübernahme wie bei Ersthelfern gibt es nicht. Im Regelfall zahlt der Arbeitgeber, die BGW senkt die Kosten über eigene Seminare oder einen Nachlass.
Antwort lesen › -
Einordnung
Was ist Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg, und was bringt sie im Betrieb?
Ein Gesprächsmodell in vier Schritten – wie gut es wirklich wirkt, ist wissenschaftlich kaum untersucht. Wir ordnen Nutzen und Grenzen ehrlich ein.
Antwort lesen › -
Qualitätscheck
Selbstbehauptungskurs für Kinder: Worauf sollten Eltern und Schulen achten?
Für Selbstbehauptungskurse gibt es keine Zertifizierung – du musst selbst prüfen. Sechs Qualitätskriterien für Eltern und Schulen, plus was ein Kurs wirklich leistet.
Antwort lesen › -
Vergleich
Selbstbehauptung, Selbstverteidigung, Deeskalation – was ist der Unterschied?
Drei Begriffe, drei Ebenen: Deeskalation entschärft den Konflikt, Selbstbehauptung stärkt Grenzen, Selbstverteidigung ist die körperliche Abwehr als letztes Mittel.
Antwort lesen › -
Rettungsdienst & Feuerwehr
Gewalt gegen Rettungs- und Einsatzkräfte: Was müssen Arbeitgeber und Träger tun?
91,9 Prozent der befragten Rettungseinsatzkräfte erlebten verbale Gewalt. Was Befragung und Polizeistatistik wirklich zeigen – und was §§ 3, 5 ArbSchG verlangen.
Antwort lesen ›
KRITIS & Resilienz
-
KRITIS-Dachgesetz
KRITIS – welche Erste-Hilfe- und Resilienzpflichten bringt das KRITIS-Dachgesetz?
Die DGUV-Pflichten bleiben Basis — das Dachgesetz ergänzt sie um Resilienzplan, Personalschulungen und Meldepflichten ans BBK.
Antwort lesen ›
Ausbilderlaufbahn
-
Ausbilder werden
Wie werde ich Erste-Hilfe-Ausbilder?
Über eine Lehrkraft-Qualifikation nach DGUV-Grundsatz 304-001 und Kurse, die über eine ermächtigte Ausbildungsstelle laufen.
Antwort lesen › -
Verdienst
Was verdient man als Erste-Hilfe-Ausbilder?
Meist ein Honorar pro Kurstag als Selbständiger, grobe Spanne 100 bis 600 Euro — was am Ende bleibt, ist weniger als der Tagessatz.
Antwort lesen › -
Ermächtigung
Wer darf in Deutschland Erste-Hilfe-Ausbilder ausbilden?
Nur 78 von 1.998 ermächtigten Stellen dürfen Lehrkräfte ausbilden — wie das System aus vier Ermächtigungsarten funktioniert und wie sich die Zahlen seit 2014 entwickelt haben.
Antwort lesen › -
Ausbildungsdauer
Wie lange dauert die Ausbildung zur Lehrkraft in der Ersten Hilfe?
Mindestens 56 Unterrichtseinheiten für die Lehrkraft-Qualifikation, rund 13 Kurstage für den kompletten Weg ab Grundqualifikation.
Antwort lesen › -
Fortbildungspflicht
Gesetzliche PflichtWie oft muss eine Lehrkraft in der Ersten Hilfe ihren Lehrschein auffrischen?
Mindestens alle 3 Jahre mit 16 Unterrichtseinheiten — sonst erlischt die Lehrberechtigung (DGUV-Grundsatz 304-001).
Antwort lesen › -
Höchste Stufe
Lehrbeauftragter werden: Wie bildet man selbst Ausbilder aus?
Über eine Weiterbildung nach DGUV-Grundsatz 304-003 — Ausbilder bilden Ausbilder aus, bei Kurszeit die Module LB1 bis LB7, 120 UE.
Antwort lesen › -
Betriebssanitätsdienst
Wie wird man Lehrkraft für den Betriebssanitätsdienst?
160 UE Notfallmedizin, gültige Lehrkraft Erste Hilfe und die fachspezifische M11/M11a-Qualifikation — nur ein sehr kleiner Kreis Stellen darf sie ausbilden.
Antwort lesen › -
Eigene Ausbildungsstelle
Als Fahrlehrer eigene Erste-Hilfe-Ausbildungsstelle werden: Was § 68 FeV verlangt
Zwei Wege führen zum Ziel: die Anerkennung durch die Landesbehörde nach § 68 Abs. 2 FeV oder die Ermächtigung durch einen Unfallversicherungsträger.
Antwort lesen ›
Gesundheit & Entspannung
-
Einstieg
Womit fängt ein Betrieb bei der Gesundheitsförderung an?
Mit einer Bestandsaufnahme, nicht mit einer Einzelmaßnahme — die vier Handlungsfelder der BGF im Überblick.
Antwort lesen › -
Kassenzuschuss
Zahlt die Krankenkasse Gesundheitskurse im Betrieb?
Teilweise — es kommt darauf an, ob § 20b SGB V (Beratung) oder § 20 Abs. 5 SGB V (zertifizierter Einzelkurs) gemeint ist.
Antwort lesen › -
Zertifizierung
Zertifizierter Präventionskurs — woran erkenne ich ihn?
Am Siegel „Deutscher Standard Prävention“ der ZPP — und an der Kombination aus konkretem Kurs und konkreter Kursleitung.
Antwort lesen › -
Steuerfreibetrag
Wie viel betriebliche Gesundheitsförderung ist steuerfrei?
Bis zu 600 Euro je Beschäftigtem und Jahr, wenn drei Bedingungen erfüllt sind (§ 3 Nr. 34 EStG).
Antwort lesen › -
Pflegeeinrichtungen
Welche Fördertöpfe gibt es für Gesundheitsangebote in Pflegeeinrichtungen?
Zwei Töpfe, drei Wege: Krankenkasse für die Beschäftigten, Pflegekasse für die Bewohner (§ 5 SGB XI).
Antwort lesen › -
Sturzprophylaxe
Was fordert der Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege?
Einschätzen, beraten, planen, umsetzen, überprüfen — Bewegungstraining stützt den DNQP-Standard, ersetzt ihn aber nicht.
Antwort lesen › -
Waldbaden
Was ist Waldbaden, und was ist davon wissenschaftlich belegt?
Studien zeigen kurzfristige Entspannung, etwas niedrigeren Blutdruck und Cortisol — mehr aber auch nicht. Wir ordnen die Evidenz nüchtern ein.
Antwort lesen › -
Vergleich
Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung — was passt für meinen Betrieb?
PMR arbeitet körperbetont und ist meist schneller erlernbar, Autogenes Training mental und braucht mehr Übung. Der ehrliche Vergleich.
Antwort lesen › -
Schichtbetrieb
Was ist bei betrieblicher Gesundheitsförderung im Schichtbetrieb anders?
Zwei Dinge: die Pflichten aus dem Arbeitszeitgesetz – und die Erreichbarkeit. Angebote in der Kernzeit erreichen die Nachtschicht nicht.
Antwort lesen › -
Rückengesundheit
Rückenkurse im Betrieb: Was bringen sie, und wer zahlt?
Was ein Rückenkurs im Betrieb leistet, was er ausdrücklich nicht ersetzt – und wer ihn bezahlt: Betrieb, Krankenkasse nach § 20 SGB V oder Steuerfreibetrag nach § 3 Nr. 34 EStG.
Antwort lesen › -
Arbeitgeberpflicht
Gesetzliche PflichtErgonomie am Arbeitsplatz: Was muss ein Betrieb, was ist freiwillig?
Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsplatzgestaltung und Unterweisung sind Pflicht – Rückenkurs und Bewegungsangebot nicht. Die Trennlinie mit Fundstellen aus ArbSchG, ArbStättV, ASR A6 und ArbMedVV.
Antwort lesen ›
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns — Kurszeit ist ermächtigte Stelle nach den DGUV-Grundsätzen 304-001 bis 304-003. Bei unseren offenen Kursen rechnen wir bei bestehender BG-Übernahme direkt ab.
Frage stellenÖffnet dein Mail-Programm – oder schreib direkt an info@kurszeit.de