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Ausbilderlaufbahn

Wie lange dauert die Ausbildung zur Lehrkraft in der Ersten Hilfe?

Die eigentliche Ausbildung zur Lehrkraft in der Ersten Hilfe umfasst nach DGUV-Grundsatz 304-001 mindestens 56 Unterrichtseinheiten mit Prüfung, in der Regel verteilt auf rund sieben Kurstage. Das ist der pädagogisch-medizinische Kern, die Module M1 und M2. Davor steht aber eine Voraussetzung: eine notfallmedizinische Grundqualifikation, mindestens eine Sanitätsausbildung. Wer diese noch nicht mitbringt, erwirbt sie bei der Kurszeit GmbH als Sanitätsausbildung SAN-48 mit 48 Unterrichtseinheiten. Rechnet man beides zusammen, dauert der komplette Weg von Grund auf rund 13 Kurstage. Wer schon eine passende medizinische Vorqualifikation hat, ist deutlich schneller, weil die Grundausbildung dann entfällt. Die reine Kurszeit ist dabei nur die eine Seite: Dazwischen liegen je nach Terminplan Wochen oder Monate, in denen die Blöcke stattfinden.

Stand: 4. August 2026

Die kurze Antwort und die ehrliche Antwort

Die kurze Antwort lautet: rund 56 Unterrichtseinheiten für die Lehrkraft-Ausbildung selbst. Die ehrliche Antwort verlangt eine Unterscheidung, sonst rechnest du falsch.

Denn „die Ausbildung" meint zwei verschiedene Dinge, je nachdem, was du schon mitbringst:

Eine Unterrichtseinheit sind 45 Minuten. Sieben Kurstage heißt nicht sieben Tage am Stück: Die Blöcke werden nach Terminplan gelegt, oft an Wochenenden oder in mehreren Abschnitten. Der DGUV-Grundsatz erlaubt, die Lehrkraft-Ausbildung in höchstens vier Abschnitte zu teilen. Wer also überlegt, wie lange es „dauert", sollte den Kalender mitdenken, nicht nur die Stundenzahl.

Die Module im Überblick

Die Ausbildung ist modular aufgebaut. Die Modulbezeichnungen M1 und M2 sind die Struktur, mit der die Kurszeit GmbH die im DGUV-Grundsatz 304-001 vorgegebenen Themenbereiche abbildet. Grob teilt sich der Weg so auf:

BausteinUmfangWas er leistet
Sanitätsausbildung SAN-48 (Voraussetzung)48 UE, rund 6 TageNotfallmedizinische Grundqualifikation als Eingangsvoraussetzung. Entfällt bei passender medizinischer Vorbildung.
Modul M1 (medizinisch-fachlich)Teil der 56 UEVertieft die notfallmedizinischen Inhalte, die eine Lehrkraft sicher beherrschen und vermitteln muss.
Modul M2 (fachdidaktisch)32 UE, Teil der 56 UEDie didaktische Umsetzung der Ersten Hilfe: Wie unterrichtet, übt und prüft man einen Kurs? Dieser Teil ist auch für Pädagogen verpflichtend.

Der fachdidaktische Teil (M2) ist der Grund, warum selbst ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer nicht ohne Weiteres Erste-Hilfe-Kurse geben dürfen: Der DGUV-Grundsatz verlangt den fachdidaktischen Kurs zur Ersten Hilfe ausdrücklich, unabhängig von der sonstigen pädagogischen Ausbildung. Umgekehrt kann ein abgeschlossenes pädagogisches oder medizinisches Studium (oder eine vergleichbare Qualifikation mit mindestens 200 Unterrichtseinheiten) auf die pädagogische Grundqualifikation angerechnet werden. Genau daraus ergeben sich die möglichen Verkürzungen.

Wovon die Dauer wirklich abhängt

Zwei Menschen brauchen für denselben Lehrschein unterschiedlich lange. Das liegt an drei Faktoren:

Deine Vorqualifikation. Das ist der größte Hebel. Wer bereits eine Sanitätsausbildung oder eine notfallmedizinische Ausbildung mitbringt, spart die sechs Tage der Grundausbildung. Wer ein einschlägiges pädagogisches oder medizinisches Studium hat, kann Teile der pädagogischen Grundqualifikation anrechnen lassen. Bei der Kurszeit GmbH ist eine Verkürzung deshalb auf Anfrage möglich, sie hängt von deinen Nachweisen ab.

Der Terminplan. Die Unterrichtseinheiten sind das eine, ihre Verteilung das andere. Kompakte Blöcke bringen dich schneller ans Ziel, verlangen aber, dass du am Stück Zeit hast. Wochenend- oder Abschnittsmodelle dauern in Kalenderwochen länger, lassen sich aber neben Beruf oder Familie planen.

Prüfung und Vorbereitung. Die 56 Unterrichtseinheiten schließen mit einer Prüfung ab. Vorbereitung und Nachbereitung kommen als eigene Zeit dazu, die im Stundenplan nicht auftaucht.

Die belastbaren Umfänge (SAN-48 mit 48 UE, Lehrkraft-Ausbildung mit 56 UE, insgesamt rund 13 Kurstage) stammen aus der Kursübersicht der Kurszeit GmbH und decken sich mit der Mindestvorgabe des DGUV-Grundsatzes 304-001. Konkrete Termine und die Frage, wie stark sich dein Weg verkürzt, klärst du am besten direkt anhand deiner Vorqualifikation.

Voraussetzungen: Wer darf überhaupt anfangen?

Für die Lehrkraft-Ausbildung Erste Hilfe brauchst du keine bestimmte Berufsausbildung. Bei der Kurszeit GmbH gelten als formale Voraussetzungen ein Mindestalter von 18 Jahren und gute Deutschkenntnisse, weil du später selbst unterrichtest. Fachlich setzt der Weg die notfallmedizinische Grundqualifikation voraus, die du entweder schon hast oder über die Sanitätsausbildung SAN-48 erwirbst.

Ein eigenständiger, staatlich reglementierter Ausbilderberuf existiert dafür nicht. „Lehrkraft in der Ersten Hilfe" ist eine bundesweit einheitlich in den DGUV-Grundsätzen geregelte Qualifikation, keine klassische Berufsausbildung mit Ausbildungsvertrag. Wie der gesamte Qualifikationsweg vom Ersthelfer bis zur Lehrkraft aufgebaut ist, steht im Überblicksartikel Wie werde ich Erste-Hilfe-Ausbilder?.

Und die Zusatzqualifikation für Kindernotfälle?

Eine häufige Anschlussfrage: Wer als Lehrkraft auch Kindernotfallkurse geben möchte, kann dafür eine eigene Zusatzqualifikation erwerben, bei der Kurszeit GmbH das Modul M7. Das ist ein kompakter Baustein von rund einem halben Kurstag und setzt eine aktive Lehrkraft-Qualifikation voraus. Anders als die Lehrkraft-Ausbildung selbst ist diese Zusatzqualifikation eine freiwillige Erweiterung ohne formale Anerkennungspflicht. Sie verlängert den Grundweg also nicht, sondern kommt bei Bedarf obendrauf.

Was danach kommt (kurz)

Mit bestandener Prüfung hast du den Lehrschein, die Lehrberechtigung als Lehrkraft in der Ersten Hilfe. Damit endet die Ausbildung, aber nicht die Qualifikationspflege: Deine Lehrberechtigung musst du regelmäßig durch Fortbildung auffrischen, sonst erlischt sie. In welchem Rhythmus das gilt und was passiert, wenn du die Frist verpasst, steht ausführlich im Artikel Wie oft muss eine Lehrkraft in der Ersten Hilfe ihren Lehrschein auffrischen?. Wer nach der Lehrkraft-Qualifikation noch weiter will, kann sich zur höchsten Stufe der Ausbilderlaufbahn weiterentwickeln und selbst Lehrkräfte ausbilden: Wie das geht, steht im Artikel Lehrbeauftragter werden: Wie bildet man selbst Ausbilder aus?.

Was heißt das bei Kurszeit?

Die Kurszeit GmbH ist eine nach den DGUV-Grundsätzen 304-001 bis 304-003 ermächtigte Stelle und bildet die Qualifikation zur Lehrkraft in der Ersten Hilfe aus, von der Sanitätsausbildung SAN-48 über die Module M1 und M2 bis zur Prüfung. Wie stark sich dein Weg verkürzt, hängt von deiner Vorqualifikation ab, deshalb nennen wir die genaue Dauer und die Lehrgangsgebühr am sinnvollsten im Gespräch, nicht pauschal. Wenn du wissen willst, welcher Weg zu deinen bisherigen Nachweisen passt, klären wir das vorab mit dir.

Häufige Fragen

Wie viele Unterrichtseinheiten hat die Ausbildung zur Lehrkraft Erste Hilfe?

Die Lehrkraft-Ausbildung selbst umfasst nach DGUV-Grundsatz 304-001 mindestens 56 Unterrichtseinheiten mit Prüfung (Module M1 und M2), bei der Kurszeit GmbH in der Regel über sieben Kurstage. Rechnet man die notfallmedizinische Grundqualifikation dazu (Sanitätsausbildung SAN-48 mit 48 Unterrichtseinheiten), sind es zusammen rund 13 Kurstage. Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten.

Kann ich die Ausbildung verkürzen, wenn ich medizinisch oder pädagogisch vorgebildet bin?

Ja. Wer eine notfallmedizinische Ausbildung mitbringt, spart die Sanitätsausbildung. Ein abgeschlossenes pädagogisches oder medizinisches Studium (oder eine vergleichbare Qualifikation mit mindestens 200 Unterrichtseinheiten) kann auf die pädagogische Grundqualifikation angerechnet werden. Der fachdidaktische Kurs zur Ersten Hilfe (Modul M2) bleibt aber auch für Pädagogen verpflichtend. Bei der Kurszeit GmbH ist eine Verkürzung auf Anfrage möglich und hängt von deinen Nachweisen ab.

Brauche ich eine bestimmte Berufsausbildung, um Lehrkraft zu werden?

Nein. Es gibt keinen eigenständigen, staatlich reglementierten Ausbilderberuf. Voraussetzung ist eine notfallmedizinische Grundqualifikation (mindestens eine Sanitätsausbildung); bei der Kurszeit GmbH kommen ein Mindestalter von 18 Jahren und gute Deutschkenntnisse hinzu. Die Qualifikation ist bundesweit einheitlich in den DGUV-Grundsätzen geregelt.

Welcher Weg passt zu dir?

Du planst die Ausbildung zur Lehrkraft Erste Hilfe? Wir zeigen dir, welcher Weg zu deiner Vorqualifikation passt und wie stark er sich verkürzt.

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Johannes Wischerhoff Ausbilder von Lehrbeauftragten in Erster Hilfe seit 2003. Diplom-Sportlehrer (DSHS Köln), Master Personalentwicklung, Buchautor, Geschäftsführer der Kurszeit GmbH (seit 2004). Über 2.000 ausgebildete Erste-Hilfe-Trainer.